Comeniusgarten: Stundenplan am Gartenzaun (2016-2018)
Die erfreuliche, gleichwohl dramatische Zunahme der Nutzung des Comenius-Gartens durch neue Bevölkerungsgruppen macht eine offensive Präsentation seiner Pädagogik notwendig. Der Comenius-Garten kann nur bestehen, wenn er als Ort der Bildung den Kindern des Quartiers erhalten bleibt. Ihre Forschung in Werkstatt, Gewächshaus und Garten muss sehr deutlich sichtbar werden.
Comenius ist Klassiker der Pädagogik. Sein Welt- und Menschenbild hat im Quartier historischen Bestand. Diesen gilt es zu erhalten. Aber nicht selten sind zu viele Besucher im Comenius-Garten. Spuren der Übernutzung zeigen sich bereits, und auch die Beschaulichkeit ist bei mehr als 30 Gartenfreunden gleichzeitig dahin. Wie also kann der Comenius-Garten als Ort der Besinnung im Böhmischen Dorf bestehen bleiben?
Zahlreiche Kinder aus der Nachbarschaft kommen jeden Tag in den Comenius-Garten. Sie finden einen Schutzraum, zum Spielen, aber auch um den Fragen nachzugehen, die andernorts unbeantwortet bleiben. Unterstützt werden die Kinder bei ihrer Forschung durch Wissenschaftler verschiedener Fachrichtungen. In gemeinsamen Gesprächen und Experimenten werden Themen untersucht, die im täglichen Leben eine Rolle spielen, deren Bedeutung aber häufig über den Alltag hinausreicht. Die Früchte der Forschung werden wie die des Gartens allgemein zugänglich gemacht. Erstere können als Buch, Heft, Ausstellung oder Film angeschaut werden; um Letztere zu genießen, kann mit Betreuung die Leiter erklommen und vom Baum gepflückt werden. Diese Wertschätzung von Natur und Mensch gilt es im Projekt „Stundenplan“ zu gestalten.

Fördersumme: 18.000 Euro
Träger: Förderkreis Böhmisches Dorf in Berlin-Neukölln e. V.


Rixdorf zum Anbeißen. Gemeinschaftsgarten Streuobstwiese (2016-2018)
Der versteckte Blockpark zwischen Donaustraße und Denkmalsplatz war über viele Jahre hinweg eine wenig gepflegte und übernutzte Grünfläche. Auf der Wiese prallen viele unterschiedliche Nutzungsinteressen, Wünsche und Ängste aufeinander. Im dicht überbauten Ganghoferkiez gibt es jedoch einen Mangel an Grün- und Freiflächen. Das Projekt möchte nun gemeinsam mit den Anwohnenden diesen kleinen Flecken grünen Boden für und mit der Nachbarschaft zu einem Garten für alle umgestalten. Kern der Idee ist es, auf der Streuobstwiese Flächen gemeinschaftlich unter Einbeziehung von Kiez-Einrichtungen wie Kitas, Grundschulen, einer Tagespflegestätte etc. sowie mit größtmöglicher Offenheit für interessierte AnwohnerInnen zu begärtnern. Zudem sollten über das reine Gärtnern hinaus weitere Nutzungen vorgeschlagen und ggf. gemeinschaftlich umgesetzt werden, etwa kleine Veranstaltungen, Erntedankfeste, Spielecken für Kinder o.ä.
An dieser Stelle vermittelt Karma Kultur e.V., damit ein von allen gewünschter und akzeptierter Ort entstehen kann, ein Ort für Rückzug und Erholung, zum nachbarschaftlichen Zusammentreffen und zur Umweltbildung.

Fördersumme: 39.250 Euro
Träger: Karma Kultur e.V.


Begegnungscafé im Kiez (2016-2018)
Das Begegnungscafé im Deutsch-Arabischen Zentrum soll eine niedrigschwellige, freizeitbezogene Möglichkeit der Kontaktaufnahme und des Kennenlernens zwischen Flüchtlingen, Anwohnern und Stammbesuchern des DAZ bieten.
Dabei soll zum Einen die Integration von Flüchtlingen unterstützt und die Einbindung der angestammten Besucher des DAZ in den Kiez verstärkt werden, zum anderen soll der Entstehung und Verfestigung von Vorurteilen und somit Ausgrenzung und Diskriminierung vorgebeugt werden.

Fördersumme: 32.250 Euro
Träger: EJF - Ev. Jugend- und Fürsorgewerk


KinderKunstWerkstatt (2016-2018)

Seit das KinderKünsteZentrum in die Räume des ehemaligen Heimatmuseums Neukölln eingezogen ist, hat es sich zu einem Leuchtturm der frühkindlichen Kunstbildung entwickelt – Berlinweit.
Das dort stattfindende Projekt der KinderKunstWerkstatt stellt diese einmalige Ressource allen Kindern und Familien im Kiez zur Verfügung: Kitagruppen aus der Nachbarschaft nehmen an den von Künstlern angeleiteten Workshops teil. Dabei erstellen die Kinder Kunstprojekte, die öffentlich ausgestellt werden – entweder im KinderKünsteZentrum oder auch in Schaufenstern in der Umgebung.
Bei den vom QM geförderten Reihen haben Familien aus dem Ganghoferkiez Sonntags freien Eintritt zu den Angeboten.
2014 waren Naturfarben ein zentrales Element der Arbeit: Zusammen mit den anleitenden Künstlern haben die Kinder Pflanzen angebaut, die zur Farbgewinnung geeignet sind. Mit den daraus hergestellten Farben wurden dann die Installationen und Skulpturen aus Tüten, Zweigen oder Papier bemalt.
2015 war das Leitthema Tiere und Kunst – artgerecht, selbstverständlich.
Die Themen für die kommenden Jahre stehen noch nicht fest.

Fördersumme: 41.250 Euro
Träger: KinderKünsteZentrum


Gesundheitsfeste (Kiezfest und Suppenfest) (2016-2018)
Seit 2010 wird im Sommer ein klassisches Kiezfest mit Bühnenprogramm und vielen Ständen im Ganghofer Kiez durchgeführt, das alle Anwohner und hier besonders Kinder zum Besuch und zur aktiven Teilnahme einlädt. Der Schwerpunkt lag von Anfang an auf Bewegung und Gesundheit. So werden viele sportliche Mit-Mach-Angebote organisiert, sowie Aktionen zu gesunder Ernährung angeboten. Ebenfalls kommt dem Bereich Bildung große Bedeutung zu.
2012 kam das kleine, mehr auf nachbarschaftlichen Austausch orientierte Suppenfest dazu. Beim Suppenfest werden ausschließlich Suppen zum Selbstkostenpreis von Institutionen, Gewerbe oder Einzelpersonen des Kiezes verkauft. Hier steht der Gedanke im Vordergrund, dass Essen über alle Alters- oder Nationalitätsgrenzen verbindet. Suppen sind in allen Kulturen eine beliebte Speise. Darüber hinaus wird auch hier – quasi nebenbei – der Wert von gesundem und selbst gekochtem Essen verdeutlicht und Kinder durch ein Koch-Duell oder Mit-Koch-Aktionen mit Spaß ans Kochen herangeführt.

Fördersumme: 48.750 Euro
Träger: KoMed e.V. (bis 2015: Hussein Chahrour)


Streetplayers (2015-2018)
Seit Sommer 2009 fördert das QM mit dem Projekt „Street Players“ Sport- und Freizeitangebot für männliche Kinder und Jugendliche zwischen 8 – 16 Jahren. Nachdem sich herausstellte, dass der Bedarf für Mädchen ebenfalls hoch ist, kam Mitte 2012 das Schwesterprojekt „Ganghofer Girlzz“ dazu. Ziel ist es, die Kinder und Jugendliche in Aktivitäten einzubinden. Sie sollen Anregungen zur Freizeitgestaltung erhalten, vor allem im sportlichen, aber auch im kreativen und kulturellen Bereich. Die Persönlichkeitsentwicklung der Kinder und Jugendlichen wird gefördert durch die Stärkung der sozialen Fähigkeiten und des Selbstvertrauens. Es werden Verhaltensweisen wie Toleranz, Respekt, Hilfsbereitschaft, Verbindlichkeit, Konfliktfähigkeit und Gewaltverzicht eingeübt. Weiter sollen die Kinder und Jugendlichen lokale Sport- und Kulturvereine kennen lernen und im besten Falle dort integriert werden.
Seit 2015 ist die Zusammenarbeit mit den Eltern verstärkt sowie das Thema Schuldistanz angegangen worden.

Fördersumme: 150.000 Euro
Träger: Nachbarschaftsheim Neukölln e.V


Gewerbeberatung und –vernetzung (2015-2018)
Seit 2011 berät Eberhard Mutscheller Gewerbetreibende im Kiez zu allen Fragen, die diese haben.
Ausgangssituation für das Projekt war und ist der im Quartiersgebiet immer noch hohe gewerbliche Leerstand (vor allem an der Sonnenallee) und die hohe Fluktuation. Die Gewerbetreibenden sind oft keine ausgebildeten Kaufleute, sondern nehmen die Selbständigkeit als Nachfolge von Arbeits- und Angestelltenverhältnissen auf.
Darüber hinaus soll das Image des Quartiers durch Aktivitäten der Gewerbetreibenden für die Bewohnerinnen und Bewohner verbessert werden. Ziel ist es, die Kaufkraft im Quartier zu halten und neue Kaufkraft einzuwerben.
Verstärkt gefördert wird die Vernetzung der Gewerbetreibenden untereinander, damit diese sich auch nach Auslaufen des Projektes gegenseitig unterstützen, oder selbständig Marketingaktionen planen können. Bisher wurden Aktionen wie Gewerbetage, Gewerbeflyer oder eine mobile Seite erstellt.  

Fördersumme: 29.250 Euro
Träger: mpr Unternehmensberatung


Mobile Sprachwerkstatt (2015-2017)
Die Stärkung der Sprach- und damit der Bildungskompetenzen ist ein wichtiges und fortdauerndes Thema im Gebiet. Geringe Sprach- und Deutschkenntnisse erschweren in entscheidender Weise das Vorankommen in der Schule, im Lebensumfeld und in der späteren beruflichen Entwicklung.
Bei dem Projekt „Mobile Sprachwerkstatt“ werden Kinder und Jugendliche spielerisch ans Lesen und damit auch an Sprache geführt. Eltern werden umfassend darüber informiert, wie sie die Leselust ihrer Kinder wecken und deren Sprach- und Bildungskompetenzen fördern können.
In verschiedenen Kiezinstitutionen finden Schulungen statt, in denen den MitarbeiterInnen Methoden und praxisorientierte Anleitungen vermittelt werden, wie sie z.B. Leseanlässe schaffen, die sich an den Interessen der Kinder und Jugendlichen orientieren.

Fördersumme: 43.000 Euro
Träger: Eventilator


Knowledge Club Berlin (2015-2017)
An der Richard-Grundschule wird mit Hilfe von ca. 60 Ehrenamtlichen (Studenten und Nachbarn) ein vielfältiges Nachmittagsangebot für etwa 100 Kinder des Ganghofer Kiezes organisiert.
Besonders Kinder aus sozioökonomisch schwach gestellten Familien verbessern ihre Bildungschancen und Teilhabe, und vergrößern ihre Chancen auf einen erfolgreichen beruflichen Werdegang.
Die Kurse und Workshops bieten den Kindern die Möglichkeit, ihre Talente zu entdecken und weiterzuentwickeln und fördern ihre sozialen Kompetenzen.
Außerdem entwickeln die Ehrenamtlichen ihre Fähigkeiten in der praktischen Arbeit und durch Fortbildungsveranstaltungen weiter und werden motiviert, sich aktiv in ihrem Umfeld zu engagieren.
Das QM Ganghoferstraße hat seit dem Beginn 2010 das Projekt auf vielfältige Weise gefördert.
Im Jahr 2014 lag der Schwerpunkt auf der Fortbildung der Ehrenamtlichen und der „Stärkung der Eltern“ und ihre Unterstützung sich aktiv in das Schulleben einzubringen und eigene Projekte / Aktionen umzusetzen.
Die Schule selbst finanziert mittlerweile den Großteil des Projektes mithilfe des Bonusprogramms.

Fördersumme: 17.000 Euro
Träger: bildog e.V.


Kiez trifft Kiez (2015-2017)
Kiez trifft Kiez ist eine Indentitätsstiftende Veranstaltungsreihe im QM Gebiet. Es werden Möglichkeiten des gegenseitigen Kennenlernens durch Aktionen und persönlichem Kontakt geschaffen, in denen die Vielfalt des Kiezes sichtbar, spürbar und vor allem nutzbar wird.
Das bereits vorhandene soziale und kreative Potenzial und Engagement im Ganghofer Kiez soll zusammengeführt werden. Die Besucher können sich von den sozialen und künstlerischen Ideen inspirieren lassen und haben auch die Möglichkeit, eigene Ideen und Wünsche zum Ausdruck zu bringen.
Seit September 2014 fand und findet ein vielfältiges Programm statt, das für jeden Geschmack etwas bietet: ein Zeichenspaziergang, ein Chanson Abend, eine Lesereise durch den Kiez, ein Kreativworkshop für Jugendliche, ein interreligiöser Abend, eine Kunstausstellung in Schaufenstern, sowie nicht zuletzt die Möglichkeit kurz vor Weihnachten den Kiez in Lebkuchen nachzubauen. Auch die nächsten beiden Jahre wird es ein vielfältiges und spannendes Programm für Groß und Klein geben.

Fördersumme: 30.000 Euro
Träger: chariteam UG (2014 Judith Schmutzer)


Übergang Schule-Beruf (2015-2017)
In der Lebensphase zwischen Schule und dem Einstieg in den Beruf werden wichtige Weichen gestellt.
Viele Jugendliche weisen auch nach der Schule noch große Bildungslücken auf. Ihnen fehlt es an Anschlussperspektiven, oder aber das Bewerbungsverfahren ist ihnen nicht vertraut bzw. überfordert sie. Das Projekt „Übergang Schule-Beruf“ soll Einrichtungen des Gebiets befähigen, die Kindern und Jugendlichen zu unterstützen.
Es entsteht ein Netzwerk zwischen den Einrichtungen des Kiezes, die von Jugendlichen besucht werden und Institutionen, die im Bereich Schule und Beruf bereits tätig sind.
Bei Themen wie Schulabschluss, Praktikum oder Bewerbung sollen die MitarbeiterInnen der Kiezeinrichtungen so geschult  werden, dass sie in die Lage sind, diese auch nach Projektabschluss selbständig fortzusetzen.
Außerdem sollen Broschüren, mit allen wichtigen Angeboten und Möglichkeiten sowohl für die MitarbeiterInnen, als auch für SchülerInnen zusammengestellt werden, damit diese auch später noch eigenständig Hilfe bieten und finden können.

Fördersumme: 54.000 Euro
Träger: Alte Feuerwache e.V.


Elternbildungs-Cafés (2015-2017)
Einmal wöchentlich findet ein themenorientiertes, interkulturelles Elternfrühstück für Eltern des Ganghofer Kiezes unter Leitung von engagierten Müttern und mit Unterstützung der Projektträger im Familienzentrum Mosaik, in der Yeni Moschee und seit Februar 2016 auch im Deutsch Arabischen-Zentrum statt.
Neben dem gemeinsamen Essen werden interne und externe Fachkräfte hinzugezogen, z.B. eine Gynäkologin, eine Logopädin, Stadtteilmütter oder der Präventionsbeauftragte der Polizei. Manchmal werden auch Ausflüge gemacht.
Durch den Austausch miteinander und die Vermittlung von Kontakten zu Fachleuten und sozialen Diensten des Stadtteils werden Elternkompetenzen gestärkt. Bei Exkursionen zu unterschiedlichen, selbst bestimmten Zielen innerhalb der Stadt Berlin können die Eltern gemeinsam ihren Horizont erweitern und erhalten Anregungen zur Freizeitgestaltung mit ihren Familien

Fördersumme: 60.000 Euro
Träger: Haida Kröger GbR


Kinder vernetzt im Kiez (2015-2017)
Viele Kinder wissen von den Aktivitäten und Angeboten der Kinder- und Jugendeinrichtungen in ihrer Nachbarschaft nicht und nutzen diese somit auch nicht. Kernziel des Projektes ist es deshalb, Kindern durch gemeinsame Besuche von Kinder- und Jugendeinrichtungen vor Ort neue soziale und kulturelle Räume zu eröffnen und ihnen neue sinnvolle Freizeitbeschäftigungen aufzuzeigen.
Darüber hinaus werden mögliche Schwellenängste der Kinder vor ihnen nicht vertrauten Einrichtungen untersucht und nach Strategien zum Umgang mit ihnen gesucht.
Parallel zu den Einrichtungsbesuchen entstehen ein Blog und ein Film, welcher die Einrichtungen des Kiezes und ihre Angebote porträtieren und zu Vernetzung, Multiplikation und Öffentlichkeitsarbeit genutzt werden können.
Am Ende gestalten die Kinder/Jugendlichen ein Produkt wie z.B. eine Kinder-Quartier-Karte und/oder ein 3-D-Modell ihres Kiezes, das die Einrichtungen sichtbar und greifbar werden lässt.

Fördersumme: 28.000 Euro
Träger: Kulturnetzwerk Neukölln e.V.


Mieterberatung im Ganghofer Kiez (2015-2017)
Der Berliner Immobilienmarkt insgesamt, besonders aber der Nord-Neuköllner ist seit einigen Jahren durch starke Attraktivitätssteigerungen gekennzeichnet – und damit durch weniger Leerstand, eine größere Nachfrage, dichtere Wohnungsbelegungen und höhere Mieten. Eine Studie belegte 2011 Steigerungen der Mietpreise bei Neuvermietungen um bis zu 40%. Seit Bestehen des QMs (2009) hat die Einwohnerzahl im Kiez um 10% zugenommen. Wohnungen die über den sozialen Wohnungsbau gefördert wurden, fallen zunehmend aus der Sozialbindungsfrist.
Vor diesem Hintergrund wurde 2012 ein wöchentlich, bzw. zweiwöchentlich stattfindendes mietrechtliches Beratungsangebot realisiert, dass KiezbewohnerInnen bei sämtlichen Fragen und Problemen mit ihrer Wohnung kostenfrei aufsuchen können.
Einige Beratungsstunden wurden auch in anderen Einrichtungen – etwa im Elterncafé des Familienzentrums Mosaik oder im Mutter-Kind-Treff Shehrazade – durchgeführt.

Fördersumme: 8.000 Euro
Träger: Berliner Mietergemeinschaft e.V.


Kleinteilige Umweltaktionen (2014-2016)
Seit August 2011 fördert das QM das Projekt, dass aus einem Bündel einzelner Umweltmaßnahmen besteht: Kiezputze, Baumscheibenbegrünung, Aufstellen von Hundekotbeutelspender, Patensuche und Betreuung für beides, Sonnenblumenaktion oder Workshops in den Kitas des Gebietes. Auch waren die Streuobstwiese und der AOK-Vorplatz zwischenzeitlich Module des Projektes, sowie die kontinuierliche Öffentlichkeitsarbeit zu dem Thema.
Auch zukünftig werden die Stadtagenten in diesen Bereichen weiter tätig sein, allerdings erhält Umweltbildung und Anwohnerbeteiligung auf Wunsch des Quartiersrates seit 2014 einen größeren Schwerpunkt. Deshalb wurde das Projekt um Umweltworkshops für Erwachsene erweitert. Außerdem werden mehr Möglichkeiten zur Beteiligung und zum selber handeln für die Anwohner geschaffen (z.B. Ausleihstationen für Greifzangen etc.).

Fördersumme: 41.000 Euro
Träger: Stadtagenten Benedict & Lorenz GbR


Sportvereine gehen in die Schulen (2014-2016)
Bei vielen Kindern ist Bewegungsmangel zu beobachten, in dessen Folge sie unter verschiedenen Erkrankungen und Beeinträchtigungen leiden. Besonders relevant ist dies bei Kindern aus sozial benachteiligten Familien. Darüber hinaus wird ein direkter Zusammenhang zwischen mangelnder Beweglichkeit und Medienkonsum festgestellt. Ein zu häufiger Konsum von Unterhaltungsmedien unterbindet zudem den Aufbau von sozialen Beziehungen. Häufig fehlen diesen Kindern Möglichkeiten für Freizeit- bzw. Sportangebote als Alternative zu passiven Unterhaltungsmedien. Viele Familien nehmen die Möglichkeit, ihre Kinder in Sportvereinen anzumelden, aus unterschiedlichen Gründen – etwa zu hohe Hemmschwellen, Informationsmangel oder fehlend Mittel – nicht wahr.
Dieses Projekt hat das Ziel Angebote von Sportvereinen enger an die Grundschulen im Kiez anzubinden. Außerdem:
- Etablierung qualifizierter Sportangebote im Ganztagsbereich (Vereine bieten Sport AGs an den Schulen an)
- Kinder an einen Sport heran- und in die Vereine hineinführen
- Eltern über Vereinsstrukturen aufklären und Barrieren abbauen
- Durchführung von Kiezolympiaden 2015 und 2016

Fördersumme: 12.500 Euro
Träger: bwgt e.V.


Licht (2013)

Es handelt sich um die Fortsetzung der äußerst erfolgreichen Projekte aus 2010, 2011 und 2012. Dieses Mal mit dem Thema „Licht“. Es wurden Experimente zu Lichtspuren, Farben und
Schatten durchgeführt und durch Überlegungen zu Spiegelungen, Transparentem und Opakem ergänzt.
Alltägliche Wahrnehmungen wie auch naturwissenschaftliche, philosophische und religiöse
Überzeugungen trafen im Lichtprojekt aufeinander, womit nicht nur der Austausch zwischen
unterschiedlichen Wissensbereichen angeregt wird, sondern auch der kulturelle Reichtum des
ansonsten ökonomisch armen Migrantenviertels aufscheint.

Förderkreis Böhm. Dorf in Berlin-Neukölln e.V, 10.000,00 Euro


Bigband an der Richardgrundschule (2012-2013)
An der Richardschule wurde eine Bigband aus SchülerInnen aufgebaut, die 1x wöchentlich für drei Stunden probte und zahlreiche Auftritte im Kiez und der näheren Umgebung hatte.
Die Schule wird von Kindern aus Familien 20 verschiedener Herkunftsländer besucht. Diese Vielfalt stellt für alle Beteiligten eine große Herausforderung dar – für die SchülerInnen wie auch LehrerInnen und Eltern.
Hier setzte das Projekt Bigband an, denn Musik begeistert und verbindet. Für das gemeinsame Musizieren in einer Bigband ist es erforderlich einander zuzuhören und sich aufeinander abzustimmen. Jede/r ist wichtig, indem er/sie einen Teil zum Großen ganzen beiträgt. Insofern ist die Bigband ein Sinnbild für Teamwork und Integration.
Integrale Bestandteile des Projekts sind das Buddy-Prinzip sowie das Prinzip der Gewaltfreien Kommunikation. Die Beteiligten lernen auf diese Weise sehr schnell und am eigenen Körper um wieviel angenehmer und schneller Kooperation statt Konkurrenz zum Erreichen eines Ziel führt. Zudem erwerben sie die Kompetenz aufkommende Konflikte selbst zu lösen.
Nach Auslaufen der Förderung wird das Projekt aus Mitteln des Bonusprogramms weitergeführt.

Karina Tansinne, 15.999,58 Euro


GanghoferGirlzz (2012-2014)
Im Zuge der Durchführung des Projekts “Street-Players“ wurde festgestellt, dass für Mädchen zwischen 6 und 12 Jahren im Kiez keine Freizeitangebote bestehen. Der Mädchentreff im Gebiet bietet ihnen erst ab 13 Jahren Angebote, den jüngeren Mädchen steht er jedoch nicht offen. Die Mitarbeiter/innen des Projektes “Street-Players“ wurden bei der Durchführung ihrer mobilen Sport- und Freizeitangebote für Jungen immer wieder von jüngeren Mädchen angesprochen und gebeten, an den Angeboten und Aktionen teilnehmen zu dürfen. Auch kamen sie oft mehrmals die Woche in das Büro der StreetPlayers und fragten, ob sie malen oder einfach nur da sein dürften. Wenn immer sie die Möglichkeit bekommen, beteiligen sie sich an öffentlichen Aktionen wie z.B. den Kiezputz. Unter den Mädchen sind zahlreiche aus neu zugezogenen Familien aus Südosteuropa, häufig mit Roma-Hintergrund. Diese Kinder sind in die Institutionen des Sozial- und Bildungswesens noch nicht ausreichend integriert bzw. werden von den länger ansässigen Kindern an den Rand gedrängt. Häufig werden sie auf der Straße „herumlaufend“ angetroffen. Um diesen Kindern eine Chance auf Integration zu bieten ist es wichtig, dass sie überhaupt einen Platz finden, an dem sie vorbehaltlos geachtet und anerkannt werden. Mit dem Projekt GanghoferGirlzz werden nun ebenfalls Freizeitangebote für Mädchen zw. 6 und 12 Jahren angeboten.

Nachbarschaftsheim Neukölln e.V., 24.320 Euro


Theater AG an der Eduard-Mörike-Schule (2012-2014)
Mithilfe Theaterpädagogischer Mittel sollen die körperlichen und sprachlichen Ausdrucksfähigkeiten, sowie das Selbstbewusstsein von SchülerInnen der Schule gestärkt werden und quasi „nebenbei“ die Deutschkenntnisse verbessert werden. 1x wöchentlich wurde eine Theater AG angeboten. Zunächst wird mit Buchstaben, Wörtern und Phrasen spielerische umgegangen, dann wurde, Improvisation, Konzentration und Texte lesen geübt. Schließlich entwickeln die Kinder mit der AG-Leitung ein Stück in dem alle kulturellen und individuellen Unterschiede und Besonderheiten zum Tragen kommen. Diese Stücke werden dann bei Feierlichkeiten in der Schule, oder beim Kiezfest aufgeführt.

Total Plural e.V., 14.300 Euro


Mietrechtliche Erstberatung (2012-2014)
Im Gebiet Ganghoferstraße werden bei Neuvermietungen teilweise erhebliche Mietsteigerungen (von bis zu 40 Prozent) verzeichnet, wobei vor allem Arme und Migranten die höchsten Mieten zahlen. Die Bruttokaltmietenbelastung stieg von 25% auf ca. 30% des gleichzeitig sinkenden Durchschnittseinkommens. Zudem gibt es eine hohe Wanderungsdynamik im Gebiet zu verzeichnen. Wohnungen, die in der Vergangenheit unter der Mietobergrenze von Hartz IV lagen, werden zunehmend teurer vermietet. Dies führt zu einer Verunsicherung der Bewohner und zu einem erhöhten Bedarf an Beratung in mietrechtlichen Belangen.
Zum Abbau von Informationsdefiziten und Verunsicherungen bezüglich des Themas Mietentwicklung wurde für die Bewohnerschaft im QM-Gebiet Ganghoferstraße eine wöchentliche kostenlose Mieterberatung eingerichtet. Es können alle Fragen, die Mieter zu Themen wie Berliner Mietspiegel, Modernisierung, Mängel in der Wohnung, Mieterhöhung, Betriebskosten, Kündigung, Räumungsklage etc. haben, in der offenen Beratung gestellt und beantwortet werden.

Kanzlei Neukölln, 8.986,70 Euro


Ferienprogramm (2013)
Nicht nur zu Schulzeiten besteht ein hoher Bedarf an sinnvoller Freizeitbeschäftigung für Kinder zwischen 6 und 14 Jahren, sondern gerade auch in den Ferienzeiten. Die meisten Kinder kommen aus sozial schwachen Familien und haben nicht die finanziellen Möglichkeiten, um in den Ferien Urlaubsreisen zu bezahlen. Auch können kaum kostenpflichtige Freizeitangebote vor Ort wahrgenommen werden. Also verbringen sie ihre Zeit auf den Straßen und Plätzen.
Auch andere Möglichkeiten zur Freizeitgestaltung wie Sportvereine, Musikschulen etc. sind oft nicht bekannt oder haben hohe Zugangsbarrieren wie Sprachdefizitee oder Gebühren, so dass ein Großteil der Kinder und Jugendlichen ihre Freizeit ohne weitere Gestaltung verbringen.
So haben sie wenig Möglichkeiten, sportliche, kreative, kulturelle und insbesondere das soziale Lernen befördernde Freizeitmöglichkeiten wahrzunehmen. Vielen Eltern ist es kaum bewusst, welche Wichtigkeit einer aktiven Freizeitgestaltung der Kinder gerade auch in den Ferien zukommt.
Während der gesamten Sommerferien gab es montags bis freitags nachmittags bis in den frühen Abend vielfältige Angebote. Die Kinder und Jugendlichen konnten jederzeit einsteigen, mitmachen und aussteigen. Neben Skaten, Fußball, Basketball, Frisbee und Slackline wurde einmal pro Woche ein Ausflug ins Schwimmbad, in die Skatehalle, in einen Zoo oder ähnliches gemacht.

Nachbarschaftsheim Neukölln e.V., 6.000 Euro