Thema waren die Risiken und Chancen digitaler Medien für Kinder

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Christina Haida von Ausichtsreich e.V., Anna Freiesleben und Lydia Römer
von der Fachstelle für Suchtprävention


Mit einer spannenden und gut besuchten Auftaktveranstaltung ist am Freitag, den 2. März das neue, vom Quartiersmanagement Ganghoferstraße geförderte Projekt "Kiezakademie" gestartet. Das Projekt des Vereins "Aussichtsreich e.V." wird zukünftig Informationsveranstaltungen organisieren, in denen es z.B. um Bildung, Gesundheit, Erziehung oder Rechtsfragen geht.
Die erste Veranstaltung, die im Islamischen Kultur- und Erziehungszentrum IKEZ in der Finowstraße stattfand, beschäftigte sich mit einem Thema, das früher oder später (fast) alle Eltern angeht: die Nutzung digitaler Medien. Als Referentinnen waren Lydia Römer und Anna Freiesleben von der >> Fachstelle für Suchtprävention im Land Berlin eingeladen. Die Fachstelle setzt sich seit 2005 im Auftrag der Senatsgesundheitsverwaltung dafür ein, Suchtmittelkonsum und riskantes Verhalten zu reduzieren.



In einem einleitenden Vortrag erläuterten die beiden Referentinnen die möglichen Gefahren, die von einer unregulierten Nutzung von Smartphones, Tablets, Spielekonsolen oder PCs für Kinder ausgehen: u.a. der Verlust sozialer Kontakte, Leistungsabfall in der Schule oder die Gefahr der Verschuldung.
Im engeren Sinne süchtig, so Lydia Römer, würden tatsächlich nur sehr wenige Kinder und Jugendliche. "Falls ihr Kind anfängt zu lügen und nicht mehr in die Schule geht, dann wird es allerdings problematisch", so Römer.
Konflikte um die Nutzungszeiten digitaler Medien zwischen Kindern und Eltern seien hingegen normal, ebenso wie das Interesse der Kinder an Online-Spielen und sozialen Netzwerken. Wichtig sei, dass man vertrauensvoll mit dem Kind über diese Dinge rede.

Wie sehr das Thema Eltern interessiert, zeigte sich in den zahlreichen Rückfragen und Erfahrungsberichten der rund 40 anwesenden Mütter und Väter. So erzählte ein Vater, wie sich sein Sohn über die Nutzung kostenpflichtiger Apps verschuldete, eine Mutter berichtete von ihren Schwierigkeiten, die Kinder vom Handy zu lösen. Ihre Strategie deckte sich letztlich mit der Empfehlung der beiden Expertinnen: "Wir haben feste Zeiten vereinbart, in denen die Handys benutzt werden dürfen. Danach sammmele ich sie ein."

Auf der Folgeveranstaltung der Kiezakademie am 16. März im Mutter-Kind-Treff Shehrazad geht es um das Thema "„Wie schützen wir unsere Kinder vor sexuellem Missbrauch?“. Die Veranstaltung bietet Informationen für Mütter.  Referentin ist Ayse Crecelius vom Verein Strohhalm e. V.

 

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